Säule 01 · Vorsorge & Steuern

Vorsorge, die zum Einkommen passtund zur Steuerlast.

Vorsorge ist keine Produktentscheidung. Sie ist das Zusammenspiel aus Einkommensart, Rechtsform, Steuerprogression, Familiensituation und Lebensphase. Wir konzipieren die dazu passende Struktur — und stimmen sie mit Ihrem Steuerberater ab. Das Ergebnis ist selten der Vertrag, den ein Vermittler anbietet. Es ist der, den Ihre Situation verlangt.

Ausgangslage

Die gesetzliche Renteist kein Plan.

Wer heute zwischen 40 und 55 ist, kann sich auf zwei Dinge verlassen: Er wird länger leben, als jede Sterbetafel seiner Eltern vorsah — und er wird während seiner aktiven Jahre einen deutlich höheren Lebensstandard führen, als die gesetzliche Rente jemals absichern kann. Die Versorgungslücke ist nicht die Ausnahme. Sie ist der Regelfall.

Für Selbstständige, Freiberufler und Gutverdiener kommt eine zweite Realität dazu: Sie zahlen jedes Jahr fünf- bis sechsstellige Beträge Einkommensteuer. Ein Teil davon lässt sich — legal, dokumentiert, ohne Konstruktion — in die eigene Altersversorgung umlenken. Wer diesen Hebel nicht kennt oder nicht nutzt, finanziert Vorsorge doppelt: einmal aus versteuertem Geld, einmal aus dem, das er nie zurückbekommt.

Genau hier beginnt unsere Arbeit. Nicht mit einem Produkt. Mit einer Analyse.

Bereiche

Drei Bausteine, ein Konzept.

01Bereich

Basisrente / Rürup

Das steuerlich wirksamste Vorsorgeinstrument in Deutschland — konzipiert für alle, die in hoher Progression stehen. Für 2026 sind Beiträge bis 29.344 € (ledig) bzw. 58.688 € (zusammenveranlagt) zu 100 % als Sonderausgaben ansetzbar. Der Einmalbeitrag vor Jahresende ist eines der wenigen legalen Instrumente, das Ihre Steuerlast noch im laufenden Jahr spürbar verändert.

  • Für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer
  • Für Angestellte in hoher Progression
  • Einmalbeitrag vor Jahresende als Steuerhebel
Zum Bereich
02Bereich

Betriebliche Altersvorsorge

Die bAV ist der einzige Weg, Vorsorge zu 100 % aus dem Bruttolohn — also vor Steuern und Sozialabgaben — aufzubauen. Für den Arbeitgeber entstehen Bindungswirkung und Bilanzwirkung, für den Arbeitnehmer eine echte Nettoentlastung. Für Gesellschafter-Geschäftsführer wird die bAV zusätzlich zum Instrument der Unternehmerversorgung.

  • Direktversicherung, Unterstützungskasse, Pensionszusage
  • Arbeitgeberfinanziert oder Entgeltumwandlung
  • Gesellschafter-Geschäftsführer-Versorgung
Zum Bereich
03Bereich

Biometrische Absicherung

Vermögen entsteht durch Arbeitskraft — und wird durch ihren Verlust schneller vernichtet als durch jedes Marktereignis. Berufsunfähigkeit, Grundfähigkeiten, Risikoleben und private Krankenversicherung sind die Absicherungsschicht darunter. Wir prüfen Bedingungswerke, nicht Prämien.

  • Berufsunfähigkeit und Grundfähigkeiten
  • Risikoleben und Hinterbliebenenschutz
  • Private Krankenversicherung
Zum Bereich

Für wen wir arbeiten

Vier Ausgangslagen, die wir kennen.

Vorsorge sieht in jeder dieser Situationen anders aus — und wird von uns anders konzipiert. Was sie eint: hohe Einkommen, komplexe Strukturen und wenig Zeit für Standardlösungen.

01

Der Selbstständige und Freiberuflerin

Kein Versorgungswerk, keine gesetzliche Rente — dafür jedes Jahr eine Steuerlast, die spürbar reduziert werden kann. Die Basisrente ist hier fast immer der erste Baustein. Der zweite: eine biometrische Absicherung, die auch Praxis- oder Betriebsschließung wirtschaftlich abfedert.

02

Der Gesellschafter-Geschäftsführer

Zwischen Privatvermögen und Unternehmen liegt eine Zone, in der Vorsorge zum Strukturthema wird. Pensionszusage, Unterstützungskasse, Rückdeckung — und die Frage, wie viel Vermögen im Unternehmen gebunden bleiben soll und wie viel privatisiert wird.

03

Die Angestellte in hoher Progression

Führungspositionen, Prokura, Vorstand: Wer im Spitzensteuersatz liegt, verschenkt bei jedem nicht optimierten Vorsorgeeuro Rendite. Die Kombination aus Basisrente, bAV und ergänzendem Aufbau ist selten Standard — aber fast immer möglich.

04

Der Unternehmer mit Arbeitgeber-Verantwortung

Die bAV ist heute Baustein der Personalpolitik. Wer sie sauber aufstellt, senkt Fluktuation und Lohnnebenkosten und schafft ein Instrument, das Führungskräfte bindet — ohne Zusatzbelastung für die Liquidität.

Unser Verständnis von Vorsorge

Ein Produkt ist keineVorsorgestrategie.

Wir arbeiten nicht produktgetrieben. Wir beginnen mit Ihrer Situation — Einkommen, Rechtsform, Familie, Nachfolge, bestehende Verträge — und leiten daraus ab, welche Bausteine tatsächlich einen Nutzen stiften. Erst dann sprechen wir über konkrete Lösungen und Gesellschaften.

  • Struktur vor Produkt

    Erst die Architektur, dann die Bausteine. Kein Vertrag ohne dokumentierte Begründung, keine Umschichtung ohne Vorteilsrechnung.

  • Steuerlich abgestimmt

    Wir arbeiten mit Ihrem Steuerberater — nicht an ihm vorbei. Wir liefern die Bausteine, er prüft und veranlagt. Keine Steuerberatung im Sinne des StBerG.

  • Unabhängig verhandelt

    Wir sind an keine Gesellschaft gebunden. Auswahl, Bedingungen und Konditionen werden für Sie verhandelt, nicht angenommen.

  • Langfristig begleitet

    Vorsorge ist kein Abschluss. Sie ist ein Mandat über Jahrzehnte — mit jährlicher Überprüfung und dokumentierter Anpassung.

So arbeiten wir

Von der Bestandsaufnahmezur konkreten Struktur.

Vier Schritte, klar getrennt. Jeder mit einem konkreten Ergebnis — nicht mit einem Angebot am Ende der Sitzung.

  1. 01

    Bestandsaufnahme

    Bestehende Verträge, Einkommen, Rechtsform, laufende Steuerbelastung und Zielsetzung. Wir verstehen zuerst — dann bewerten wir.

  2. 02

    Analyse & Zielbild

    Was fehlt strukturell, was ist überversichert, wo liegen ungenutzte steuerliche Hebel. Ergebnis: ein schriftliches Zielbild.

  3. 03

    Konzeption

    Konkrete Bausteine mit Beträgen, Laufzeiten, Bedingungen und alternativen Wegen. Immer mit Begründung, warum genau dieser Weg.

  4. 04

    Umsetzung & Begleitung

    Antragstellung, medizinische Prüfung, Vertragsdokumentation. Danach jährliche Überprüfung als Teil des Mandats.

Zweite Meinung

Sie haben schon Verträge? Umso besser.

In vielen Mandaten ist der erste Schritt keine neue Police, sondern eine ehrliche Prüfung dessen, was existiert. Was passt zur heutigen Situation, was ist teuer, was ist überflüssig, was ist unter keinen Umständen zu kündigen. Wir sagen es Ihnen offen — auch wenn das Ergebnis lautet: alles bleibt, wie es ist.

Kein Ersatz für Steuerberatung im Sinne des StBerG. Rechenbeispiele sind unverbindlich.